Rolle im Stack
Methodenschicht: Die Master-Thesis liefert das wissenschaftliche Fundament für Datenarbeit, Modellbewertung und vorsichtige Claim-Grenzen.
Forschungs-Case-Study: robuste Merkmalsauswahl für Sensordaten — 98,8 % balancierte Genauigkeit, Grenzen offen dokumentiert.
Zuletzt aktualisiert:
Jetzt prüfbar
Diese Route belegt wissenschaftliche Arbeitsweise — geprüft an einer Master-Thesis (1,0) mit offen dokumentierter Generalisierungslücke.
Methodenschicht: Die Master-Thesis liefert das wissenschaftliche Fundament für Datenarbeit, Modellbewertung und vorsichtige Claim-Grenzen.
Übertragbar sind Evaluationsdesign, Umgang mit Sperrvermerken, transparente Metriken und die Übersetzung von Forschung in robuste Produktargumente.
Sperrvermerk-sichere Case-Study, Research-Route, JSON-LD und öffentlich beschriebene Methodik ohne Rohdaten.
Keine vertraulichen Daten, keine Volltext-Veröffentlichung der Thesis und keine medizinische oder klinische Produktbehauptung.
Die stärkste Lesart der Thesis ist nicht nur die Feature-Reduktion. Entscheidend ist die Reihenfolge: Teil 1 beweist, dass die Pipeline grundsätzlich trägt. Teil 2 zeigt, wie anspruchsvoll die Zustandsklassifikation wird, wenn fünf Zustände materialübergreifend getrennt werden sollen.
Die erste Aufgabe trennt die Werkstoffe 22NiMoCr3-7 und 20MnMoNi5-5. Hier konnte die Pipeline zeigen, dass 3MA-X8-Merkmale, Feature-Selektion und LDA ein kompaktes, belastbares Modell ergeben. Das war die Verifizierung der Pipeline-Funktionalität.
Verteidigungsanker: 99,5 % CV-BA, 98,8 % Test-BA und nur 0,7 Prozentpunkte Generalisierungslücke.
Die zweite Aufgabe unterscheidet 0,8 %, 2 % und 4 % plastische Dehnung sowie LCF 30 % und LCF 45 %. Das war der schwierigere Teil: Die Zustände liegen nicht als sauber getrennte Inseln im Merkmalsraum. Dieser Teil zeigt die physikalischen Grenzen der Trennbarkeit.
BA = Balanced Accuracy (gleichgewichtet über alle Klassen) · Row = einzelne Messzeile · Probe = Mehrheitsentscheid über alle Zeilen einer Probe
Verteidigungsanker: 4 % Dehnung war nahezu perfekt trennbar, 0,8 % Dehnung blieb die Grauzone.
Sieben Forschungsfragen, zwei Antworttypen: Q1–Q4 prüfen an der Materialfrage, wie weit sich die Features reduzieren lassen, ohne Güte zu verlieren; Q5–Q7 belasten an der Zustandsfrage, welche der fünf Zustände wirklich trennbar sind.
Mikromagnetische Prüfsysteme erzeugen hochdimensionale Merkmalsräume aus wenigen physischen Proben. Das ist statistisch heikel: Kleine Stichprobe, viele korrelierte Features, mehrere Messungen pro Probe und ein hohes Leakage-Risiko.
261 Features sind nicht durch Modellgröße zu erschlagen. Die Reduktion läuft sequenziell: Qualität prüfen, Korrelationen entfernen, Cluster verdichten, Multikollinearität senken.

Features mit Fehlwertquote > 5 % oder nahezu konstanten Werten raus.261 -> 248 (-13)
Pearson und Spearman simultan geprüft. Schwelle |rho| >= 0,95.248 -> 133 (-115, -46,4 %)
Average-Linkage mit Repräsentantenselektion pro Feature-Cluster.133 -> 112 (-21)
Iteratives Pruning bei VIF > 20,0 entfernt verbleibende Multikollinearität.112 -> 77 (-35)
Alle Messungen einer Probe landen gemeinsam in einer Fold. Dadurch wird verhindert, dass Messungen derselben physischen Probe gleichzeitig in Training und Test auftauchen. Genau dieser Punkt macht die Arbeit methodisch glaubwürdig: Die Validierung respektiert die reale Datenstruktur.
Statt einen einzelnen Ranker absolut zu setzen, vergleicht die Pipeline zehn Methoden aus drei Klassen und aggregiert die Ergebnisse. Relevant ist, was methodenübergreifend stabil bleibt.
ANOVA-F, Mutual Information und korrelationsbasierte Verfahren: modellunabhängige Signale.
Lasso und Random-Forest-Importances: Feature-Auswahl als Modell-Nebenprodukt.
Backward Elimination: direkter Optimierungspfad gegen die Modellgüte.
Die Materialunterscheidung liefert den klaren Leistungsanker. Die Zustandsunterscheidung ist bewusst anders gerahmt: nicht als Scheitern, sondern als Grenzlandkarte der Methode bei fünf mechanischen Zuständen.
CV-BA 99,5 %, Test-BA 98,8 %
finales Materialmodell
unabhängiges Hold-out-Set
bestes B_K37-Modell
90,0 % Probe-Level BA




LDA mit wenigen Features ist debugbar, interpretierbar und reproduzierbar. Das war wertvoller als ein schwer erklärbarer Black-Box-Gewinn.
Der kurzfristige Themenwechsel zwang zu schneller Einarbeitung: Perplexity für belastbare Quellen und peer-reviewte Paper, NotebookLM als Sammelort für Quellen, Podcasts und kleine Wissensbasen, agentische Tools diszipliniert in Recherche, Strukturierung und Umsetzung eingebettet. Aus vier Monaten wurde ein anderer Arbeitsmodus — die Spur, die der Rest dieser Site belegt.
Die Seite soll nicht nur eine Erfolgszahl zeigen. Für technische Entscheider ist fast wichtiger, dass die Arbeit sauber erklären kann, wo und warum die Methodik an Grenzen stößt.
36 Samples für die Materialfrage und 30 Proben für die Zustandsfrage sind realistische industrielle Datenlagen, aber sie begrenzen jede Aussage über neue Werkstoffchargen, Anlagen oder Messbedingungen.
Plastische Verformung und Low-Cycle-Fatigue verändern Mikrostruktur kontinuierlich. 4 % Dehnung war nahezu perfekt trennbar, aber 0,8 % Dehnung überschneidet sich mit 2 % und LCF 30 %. Die fünf Zustände sind deshalb kein sauber separiertes Klassifikationsspiel, sondern ein Trennbarkeitsproblem an der Grenze der Mess- und Merkmalsinformation.
Der sinnvolle Output ist hier nicht, die Grenzfälle mit mehr Modellkomplexität zu überdecken, sondern systematisch zu zeigen, welche Zustandspaare stabil unterscheidbar sind und wo zusätzliche Daten, Prozesswissen oder andere Sensorik nötig wären.
Die vollständige Thesis wird wegen Sperrvermerk nicht öffentlich bereitgestellt. Diese Seite zeigt bewusst nur kuratierte Methodik, Ergebnisse, Visualisierungen und Grenzen.
Keine Rohdaten, keine vollständigen Anhänge, kein öffentlicher PDF-Download.